Deutsche Dokumentation
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Warenzeichen:
Novell, GroupWise, NetWare, eDirectory sind Warenzeichen der Novell, Inc.
Windows, XP, Windows 2000, Windows Server, Vista sind Warenzeichen von Microsoft, Inc.
Linux ist ein Warenzeichen von Linus Torwalds.
EMA ist ein Warenzeichen der Artec Computer GmbH.
Alle anderen Warenzeichen sind Eigentum der jeweiligen Besitzer.
- 1 Funktionsweise
- 1.1.1 GroupWise Retention
- 1.1.2 Nachrichtenfilterung
- 1.2 Features
- 1.2.1 Webserver
- 1.2.2 Primay Address
- 1.2.3 Maximaler Archivierungszeitraum
- 1.2.4 Name based Multitasking
- 1.2.5 Lastreduktion
- 1.2.6 Zeitplanung
- 1.2.7 Speichern ins Dateisystem
- 2 Installation
- 2.1 Voraussetzungen
- 2.1.1 Hardware
- 2.1.2 Software
- 2.1.3 Sonstiges
- 2.2 Durchführen der Installation
- 2.2.1.1 Kopieren der Software
- 2.2.1.2 Auspacken der Software
- 2.2.1.3 Installieren der Scripte
- 2.3 Anpassen der Installation (nur für Experten)
- 3 Konfiguration des Archivierungssystems
- 3.1 Konfiguration der EMA
- 3.1.1 Betriebsmodus (Grundeinstellung -> Betriebsmodus wählen)
- 3.1.2 Mailserver (Grundeinstellung -> Mailserver)
- 3.1.3 Netzwerk (Grundeinstellung -> Netzwerk)
- 3.2 Konfiguration von GroupWise
- 3.2.1 Voraussetzungen
- 3.2.1.1 GroupWise auf Linux (ohne OES)
- 3.2.1.2 GroupWise auf NetWare
- 3.2.1.3 GroupWise auf Windows
- 3.2.1.4 GroupWise auf OES-Linux
- 3.2.1.5 Zugriff auf die Programmdateien
- 3.2.2 Erzeugen der Trusted Application
- 3.2.3 Überprüfen der TA
- 3.2.4 Einrichten des Postoffice für Retention
- 3.2.5 Konfigurieren des Postoffice für SOAP und IMAP
- 3.3 Konfiguration des Connectors
- 3.4 Aktivieren und Starten von GWEMACON
- 3.4.1 Aktivieren des Start/Stop Scriptes
- 3.4.2 Starten oder Stoppen von Hand
- 3.4.3 Starten und Stoppen einzelner Verbindungen
- 3.5 Bearbeiten der Konfiguration von Hand
- 4 Lizenzierung
- 4.1 Installieren der Lizenz
- 5 Sonstige Lizenz- und Copyright Informationen
1 Funktionsweise
Der GroupWise-EMA Connector (kurz GWEMACON) liest alle eingegangen Nachrichten aus allen Mailboxen eines GroupWise Postoffices. Die Nachrichten werden dann an die E-Mail Archiving Appliance (EMA) übertragen und dort gespeichert.
Das Auslesen der Nachrichten erfolgt über SOAP und IMAP (bzw. HTTP-Streaming), das Versenden an die EMA über SMTP. Um sicher zu stellen, das jede Nachricht genau einmal übertragen wird, kommen mehrere Mechanismen zur Awendung:
1.1.1 GroupWise Retention
GroupWise enthält genau für solche Archivierungsaufgaben einen speziellen Mechanismus. Für jede Mailbox wird ein Zeitstempel (Timestamp) geführt. Dieser Zeitstempel gibt an, bis zu welchem Zeitpunkt die Nachrichten archiviert wurden (auch für Backup-Zwecke gibt es einen eigenen Zeitstempel). Nach dem Setzen des Retention-Flag (siehe später unter Installation) verhindert GroupWise ein Löschen von Nachrichten, die ‘jünger’ als der Retention-Zeitstempel der betreffenden Mailbox sind. Die Archivierungsapplikation (GWEMACON) frägt nun für alle Mailboxen die Nachrichten zwischen ‘jetzt’ und jeweils diesem Zeitstempel ab. Die Nachrichten werden gesichert und der Zeitstempel auf ‘jetzt’ gesetzt.
1.1.2 Nachrichtenfilterung
Um zu verhindern, dass Nachrichten mehrfach gespeichert werden müssen, werden die ausgelesenen Nachrichten nach mehreren Kriterien gefiltert. Speziell interne Nachrichten werden so aufbereitet, dass sie nur einmal an die EMA übertragen werden müssen. EMA ordnet diese Nachrichten dann sowohl Absendern als auch Empfängern zu. (sog. Single-Copy Store). Weiterhin ist es möglich, spezielle interne Nachrichten (Termine, Notizen, Aufgaben etc.) von der Archivierung auszunehmen. Da diese Nachrichten veränderlich sind, müsste EMA nach jeder Änderung eine Kopie speichern, was den Speicherplatzbedarf gewaltig steigern würde.
Per Konfiguration läßt sich ebenfalls der Junkmail-Ordner ausschließen. Dies ist jedoch im Hinblick auf eine evtl. gesetzlich vorgeschiebene Archivierung aller Ein- und Ausgangsnachrichten sehr problematisch, zumal nachträglich als ‘gut’ eingestufte Nachrichten leider nicht mehr von dem Retention-Mechanismus erfasst werden und somit nicht im Archiv landen. Gleiches gilt natürlich für alle Spam-Filter, die die Nachrichten lediglich kennzeichnen.
1.2 Features
Im Laufe der Entwicklung wurden – teilweise auch auf Kundenwunsch - einige besondere Funktionen und Mechanismen entwickelt und eingebaut, die hier unter der Überschrift ‘Features’ vorgestellt werden.
1.2.1 Webserver
GWEMACON besitzt ebenso wie die GroupWise-Agenten einen eingebauten Webserver. Über diesen kann der Administrator die Aktionen des Connectors mitverfolgen, die Blacklist einsehen und Mailboxen davon entfernen, sowie Parameter ändern (die Parameteränderung ist lediglich temporär, wird also nicht in die Konfigurationsdatei geschrieben).
1.2.2 Primay Address
Das EMA ein Mailserver-unabhängiges Archivsystem ist, identifiziert EMA Benutzer über ihre Internet-EMail Adresse in der Form username@domain. Im Gegensatz zu den Connectoren für andere Mailsysteme steht dem GroupWise Connector die genaue Benutzerinformation zur Verfügung. Über die zusätzlichen Header-Zeilen teilt der Connector der EMA mit, welchen Konten eine bestimmte EMail zuzuordnen ist. Dazu stützt er sich auf die in GroupWise abgelegten Informationen, muß also die eigentliche EMail nicht anfassen.
Um jetzt aus dem GroupWise-Benutzernamen eine Form zu bilden, die in das Schema von EMA passt (d.h in der Form von username@domain), wurde ursprünglich aus dem Namen der Mailbox (üblicherweise der eDirectory Benuztername) und einem konfigurierten Domainnamen eine Adresse in der benötigten Form gebildet. Mit Einführung der Option seitens EMA, Benutzer per LDAP zu authentisieren, ergab sich aber die Anforderung, daß das mail-Attribut von eDirectory und der zugeordnete Name übereinstimmen müssen, damit die Suche nach dem Benutzer in eDirectory funktioniert.
GroupWise trägt in das eDirectory-Attribut die so genannte primäre Adresse des Benutzers ein. Das ist auch die Adresse, die zum Absenden von Mails verwendet wird. Benkanntermaßen erlaubt GroupWise viele Adressen, unter denen ein Benutzer erreichbar ist (z.B. Vorname.Nachname@domain, Nachname.Vorname@Domain usw., dazu kommt auch die Möglichkeit mehrere Empfangs-Domains zu definieren). Jedoch wird immer nur eine Adresse – eben die primäre – als Absendeadresse verwandt.
Aus diesen Gründen wurde die Option, ebendiese primäre Adresse als Benutzeridentifikation zu verwenden, implementiert.
1.2.3 Maximaler Archivierungszeitraum
Während der ersten Phase des Betriebs des EMA-Connectors werden die im GroupWise System vorhandenen Mails in die EMA transferiert. Dies ist der so genannte Transfermode. Während des Transfermode liest der Connector einen bestimmten Zeitraum an Mails ein und transferiert sie an die EMA. Bislang wurde der Zeitraum einfach durch halbieren definiert. z.B. Wenn der Retention Timestamp (RDT) einer Mailbox der 01.01.2000 ist und der Soll-Zeitstempel (SDT=jetzt) der 01.01.2010 ist, wird im ersten Schritt der Zielzeitstempel (TargetDT, TDT) auf den 01.01.2005 gesetzt. Nach archivieren des Zeitraumes von 2000 bis 2005 wird der RDT auf 01.01.2005 gesetzt. Im nächsten Zyklus wird die Distanz wieder halbiert, d.h. der Zielzeitstempel liegt Mitte 2007 und so weiter, bis die zeitliche Distanz nur noch 2 Tage beträgt. Ab dann werden pro Durchlauf alle Mails der Mailbox archiviert.
1.2.4 Name based Multitasking
Bei einigen Installationen, speziell wenn auf die zu archivierenden Mails über eine WAN-Strecke zugegriffen wird, kann es aufgrund der Latenzen zu Performance-Problemen kommen.
Aus diesem Grund wurde die Möglichkeit implementiert, mit mehreren Connector-Instanzen auf ein Postoffice zuzugreifen. Damit sich die einzelnen Instanzen nicht ‘in die Quere’ kommen, werden die Mailboxen des Postoffices alphabetisch aufgeteilt. Das heißt z.B. Instanz1 bearbeitet die Mailboxen vom Anfang bis M(ausschließlich), Instanz2 die Boxen von M bis zum Ende.
1.2.5 Lastreduktion
Wenn die alten Mails alle in das Archiv übertragen sind, der Connector also ‘nur’ noch die aktuellen Mails bearbeiten muß, kann es zu einer verstärkten Belastung des GroupWise-Servers kommen. Der Grund liegt in dem relativ hohen Rechenaufwand für die kyrptografischen Methoden zum Anmelden als Trusted Application. Deshalb wurden 2 Stellen eingeführt, an denen der Connector eine Pause einlegen kann: Zum einen nach einem kompletten Durchlauf – damit kann z.B. konfiguriert werden, daß die Mails nur alle Stunde archiviert werden. Zum Zweiten nach dem Auslesen einer Mailbox: wurden keine neuen Nachrichten gefunden, kann der Connector ebenfalls eine Pause machen. Speziell dieser Mechnismus, mit seinem Standard-Wert von 15 Sekunden vermeidet das ständigen An- und Abmelden im Sekundentakt bei ‘Leerlauf’.
1.2.6 Zeitplanung
Ein weiterer Mechanismus, um die Belastung des GroupWise-Servers zu optimieren, ist die Zeitsteuerung. Hier hat der Administrator die Möglichkeit, vorzugeben, wann ein Archivierungszyklus starten darf. Hiermit kann z.B. die tägliche Backup-Zeit von der Archivierung ausgenommen werden, um Kollisionen mit dem Backup-Programm zu vermeiden. Beachtet werden sollte allerdings, daß der laufende Archivierungszyklus auch außerhalb der ‘grünen’ Zeit erst komplett zu Ende geführt wird. Für die konkrete Planung sollte daher bekannt sein, wie lange der Connector für einen Druchlauf durchschnittlich benötigt.
1.2.7 Speichern ins Dateisystem
Um den Connector auch ohne EMA testen zu können (und auch für die Verwendung in einem anderen Kontext) wurde die Option eingebaut, die zu archivierenden Mails im Dateisystem ablegen zu können. Die im Download verfügbare Version begrenzt allerdings die Dateigröße auf 2kByte.
2 Installation
2.1 Voraussetzungen
2.1.1 Hardware
GWEMACON läuft unter Linux. Zur Installation ist daher eine Linux-Maschine nötig. Falls GroupWise auf Linux installiert ist, kann der Connector auf der gleichen Maschine installiert werden. Für den Stand-Alone Betrieb empfehlen wir einen Server mit einem Pentium 4 (oder äquivalenten) Prozessor und 512 MB Hauptspeicher. Außer den Log-Dateien speichert GWEMACON keine Daten auf der Platte, somit sind nur wenige Megabyte zusätzlicher Plattenplatz vonnöten. Da die Nachrichten komplett im Hauptspeicher gepuffert werden, sollte ein großer SWAP Bereich definiert werden, um ggf. Nachrichten mit extrem großen Anhängen verarbeiten zu können.
Bei der Installation auf dem GroupWise Server benötigt GWEMACON fast keine zusätzlichen Ressourcen. Hier sollte jedoch auch der evtl. große Hauptspeicherbedarf bei extrem großen Nachrichten beachtet werden. GWEMACON ist eine 32bit-Anwendung und kann somit direkt keinen Nutzen aus einem 64-bit Linux ziehen. Sind jedoch mehrere Postoffices zu archivieren, ist es von Vorteil jeder GWEMACON-Instanz entsprechend mehr Anteile am Hauptspeicher zuteilen zu können.
GWEMACON läuft auch in virtualisierten Umgebungen. Der Connector wurde auf einer SLES10-VM innerhalb VMware Workstation entwickelt. Da jedoch die Anzahl der möglichen Virtualisierungslösungen und Server-Versionen unglaublich hoch ist, kann für Probleme, die von der Virtualisierung stammen, nur ein begrenzter Support geleistet werden.
Auf Anfrage kann eine fertig vorbereitete virtuelle Maschine mit installiertem Connector zur Verfügung gestellt werden.
2.1.2 Software
GWEMACON wurde unter SUSE Linux Enterprise Server (SLES) 10, Service Pack 1 entwickelt und getestet. Ebenfalls getestet wurde SLES 10, SLES10 SP2 und SLES 9 mit Service Pack 2 bzw. 3. Der Connector sollte auch unter den freien Versionen (OpenSuSE 10 und 11) sowie unter anderen Distributionen lauffähig sein. Diese Konfigurationen werden jedoch nicht supportet und eventuell sind Änderungen an den Start/Stop Scripten nötig. Falls GroupWise oder die EMA für verschlüsselte Kommunikation (SOAP/IMAP über SSL, HTTPS) konfiguriert sind, müssen die OpenSSL Pakete – auch das ~devel Paket – installiert sein.
GWEMACON läuft ebenfalls unter SLES11. Hier muß gegebenenfalls das OpenSSL-Paket aus dem SDK (libopenssl-devel) installiert werden.
Der Connector selbst benötigt keine grafische Oberfläche. Die Verwaltung des Servers ist mit GUI jedoch einfacher.
Wir empfehlen eine Standard-Installation mit GNOME als GUI.
GroupWise sollte mindestens den Stand 7.0 ServicePack 2 auf Linux haben. Für GroupWise auf NetWare ist mindestens 7.0 SP 3 nötig, ansonsten kommt es aufgrund eines Fehlers in der Speicherverwaltung der SOAP-Schnittstelle auf NetWare zu regelmäßigen Abends.
Für die Verwendung des HTTP-Streamings (GWEMACON Version 1.4) ist GroupWise 8 erforderlich.
Wichtig !!!
GWEMACON wurde nur unter SuSE Linux Enterprise Server 9, 10 und 11 (32bit) getestet.
Virtualisierte Versionen liefen im Test zwar einwandfrei, aber es wurden für einige Plattformen seltsame Fehler gemeldet. Da ein kompletter Test unter allen Virtualisierungsplattformen und allen Host-Betriebssystemen für uns nicht möglich ist, sehen wir uns außerstande, solche Konfigurationen zu unterstützen.
Gleiches gilt auch für die Verwendung von anderen Linux-Distributionen bzw. von OpenSuSE.
2.1.3 Sonstiges
Zum Erzeugen des Trusted-Application Schlüssels ist einmalig eine MS-Windows (2000, XP, Vista nicht getestet) Workstation mit Novell Client nötig, da die entsprechende GroupWise Bibliothek z.Zt. nicht unter Linux verfügbar ist.
Zur Konfiguration der Verbindungen steht ein GUI-basiertes Werkzeug unter Windows zur Verfügung. Alternativ können die Konfigurationsdateien auch mit einen Texteditor (z.B. Notepad, vi, joe usw.) bearbeitet werden.
2.2 Durchführen der Installation
Es werden hier die Installationsschritte unter GNOME beschrieben und mit Hardcopies erläutert. Die Installation unter KDE bzw. im Textmodus erfolgt analog.
2.2.1.1 Kopieren der Software
Falls Sie die Software auf CD erhalten haben, legen Sie die CD in das Laufwerk des Servers ein. (Falls Ihr Server nicht über ein CD-Laufwerk verfügt, befolgen Sie bitte die nächsten Schritte, als ob Sie die Software auf anderm Wege erhalten hätten). Auf der grafischen Oberfläche sollte jetzt ein Icon für die CD erscheinen. Öffnen Sie jetzt ein Terminal-Fenster (Rechtsklick auf den Desktop-Hintergrund -> Open Terminal – mit STRG-+ können Sie die Schrift vergrößern). Wechseln Sie mit su und dem root-Passwort in den Superuser-Modus:
user@server:~> su
Nun kopieren Sie das Software-Archiv nach /opt:
server:/home/user # cp /media/GWEMA/gwemacon.tgz /opt
Falls Ihr Server nicht über ein CD-Laufwerk verfügt oder Sie die Software nicht auf CD erhalten haben, kopieren Sie ebenfalls die Software nach /opt. (z.B. von Windows mittels WinSCP)
2.2.1.2 Auspacken der Software
Im nächsten Schritt wird der Inhalt des Archivs ausgepackt:
server:/home/user # cd /opt
server:/opt # tar xvzf gwemacon.tgz
Anschließend sollten Sie das Archiv löschen oder verschieben, da nach den Empfehlungen der LSB (Linux Standards Base) keine einzelnen Dateien im /opt Verzeichnis stehen sollten (andererseits ist es Ihr Server … ).
2.2.1.3 Installieren der Scripte
Um so wenig wie möglich in das System einzugreifen, werden nur 2 Dateien (und ein Link) außerhalb des Verzeichnises /opt/gwema erzeugt. Dies geschieht komfortabel mittels
server:/opt # cd gwema
server:/opt/gwema # ./install.sh
Hiermit ist die Grundinstallation des Connectors beendet. Alle Nicht-Linux-Experten können den nächsten Abschnitt überspringen.
2.3 Anpassen der Installation (nur für Experten)
Durch die Kapselung aller Dateien und Programme des Connectors in ein Verzeichnis ist es natürlich einfach, dieses an beliebige Stellen zu verschieben. Damit die Scripten dieses Home-Verzeichnis finden können, existiert unter /etc/sysconfig die Datei gwema, die genau diese Angabe enthält. Unter SuSE/YaST basierten Distributionen kann dieser Eintrag komfortabel mittels dem /etc/sysconfig-Editor (YaST | System ) geändert werden. Alternativ kann eine Datei names gwema.conf unter /etc verwandt werden, die ebenfalls diesen Wert einstellt.
Die zweite installierte Datei ist das Start/Stop Script bond-gwemad mit dem symbolischen Link rcbond-gwemad unter /usr/sbin. Dieses Script verwaltet für jedes konfigurierte Postoffice eine Instanz des Connectors.
Da der Connector lediglich TCP-Verbindungen als Client verwendet und seine Log-Informationen mittels syslog schreibt, kann er prinzipiell auch unter einer eingeschränkten Benutzerkennung laufen. Um dies zu realisieren muss das Script $GWEMA_HOME/bin/gwema modifiziert werden. Dieses Script wird von bond-gwemad für jede Postoffice-Verbindung aufgerufen.
3 Konfiguration des Archivierungssystems
Nachdem nun der Connector installiert ist, muss die E-Mail Appliance und dann das GroupWise-System auf den Connector eingestellt werden.
3.1 Konfiguration der EMA
Schließen Sie zunächst die EMA gemäß der beiliegenden Dokumentation an. Nach dem Systemstart verbinden Sie sich mittels Browser auf die EMA. Es folgen hier nun Screenshots für die Konfiguration des Systems.
3.1.1 Betriebsmodus (Grundeinstellung -> Betriebsmodus wählen)
Wählen Sie hier ‘Archivierung bei Verwendung eines eigenen Mailservers’ und anschließend auf ‘Änderungen speichern’ klicken.
3.1.2 Mailserver (Grundeinstellung -> Mailserver)
Unter ‘Lokale Adressen’ tragen Sie den Namen Ihrer E-Mail Domaine ein. Dieser Name wird später auch bei der Konfiguration des Connectors benötigt.
Der Eintrag ‘Milter Interface’ sollte deaktiviert sein.
‘Disable Exchange Envelope Journaling’ sollte aktiviert sein.
Bei ‘Address Detection Method’ wählen sie ‘Detect Addresses from Header’. Fügen Sie ein ‘X-EMA-’ bei den beiden Headern (wie gezeigt) ein.
Unter ‘Adresse des Mailservers’ geben Sie die Adresse des GWIA ein. Wenn Sie ein NAT-Firewall verwenden, tragen Sie hier die interne Adresse ein. Über diese Verbindung werden die restaurierten Nachrichten an GroupWise zurück übertragen.
Benutzername und Kennwort können leer bleiben.
Als Absender Adresse können Sie wie empfohlen die Adresse eines Administrators oder aber eine ‘virtuelle’ Adresse wie z.B. ema@domain konfigurieren.
3.1.3 Netzwerk (Grundeinstellung -> Netzwerk)
Konfigurieren Sie hier die Einstellungen für die Verbindung zum Netzwerk
Alle anderen Einstellungen sollten gemäß der Dokumentation von EMA durchgeführt werden.
3.2 Konfiguration von GroupWise
Um GWEMACON Zugriff auf das GroupWise System zu geben, müssen Sie eine ‘Trusted Application’, kurz TA konfigurieren.
Wegen der dazu nötigen DLL ist dies zur Zeit nur von einer Windows-Workstation möglich.
3.2.1 Voraussetzungen
Sie müssen als Administrator bei dem eDirectory angemeldet sein, in dem das Groupwise System liegt (eDirectory-Supervisor-Rechte auf die GroupWise Objekte). Weiterhin müssen Sie vollen Filesystemzugriff auf das Domain-Directory der Primärdomäne der GroupWise Systems haben. Es spielt keine Rolle, ob dieser Zurgiff über NCP (NetWare) oder SMB (Windows) erfolgt.
3.2.1.1 GroupWise auf Linux (ohne OES)
Um eine Freigabe auf Linux anzulegen, muß vorher Samba aktiviert werden (Samba ist standardmäßig instaliert). Starten Sie YaST (Network Services -> Samba Server) und konfigurieren Sie eine Freigabe mindestens für das Domain-Verzeichnis. Danach legen Sie in einer Terminal-Sitzung als root (sieh 2.2) ein Passwort für den root-Benutzer an:
server:/irgendwo # smbpasswd -a
Danach können Sie von dem Windows-Client auf diese Freigabe zugreifen. Ordnen Sie nun dieser Freigabe einen Laufwerksbuchstaben zu und melden Sie sich mittels Novell Client bei eDirectory an.
3.2.1.2 GroupWise auf NetWare
Dies ist der einfachste Fall. Melden Sie sich ganz einfach als admin im eDirectory an. Ordnen Sie nun dem Volume, in dem das Domänenverzeichnis liegt, ein Netzlaufwerk zu.
3.2.1.3 GroupWise auf Windows
Legen Sie auf dem Windows-Server eine Freigabe für das Domain-Verzeichnis an. Melden Sie sich von der Workstation mittels dem Novell-Client als admin beim eDirectory an. Ordnen Sie dann einen Laufwerksbuchstaben der Windows-Freigabe zu. Melden Sie sich dazu mit einem Benutzerkonto mit allen Rechten auf das Dateisystem (z.B. Administrator) an.
3.2.1.4 GroupWise auf OES-Linux
Wenn GrouWise auf OES/Linux läuft, legen Sie einfach ein NCP Volume (mit ncpcon) für das Domain-Verzeichnis an. Nun können Sie sich mit dem NetWare Client anmelden und wie bei NetWare ein Laufwerk zuordnen.
3.2.1.5 Zugriff auf die Programmdateien
Sie brauchen nun noch Zugriff auf das Programm zum Erzeugen der TA. Dieses befindet sich unter /opt/gwema/win auf dem Server, auf dem der Connector installiert wurde. Alternativ können Sie das Installations-Archiv einfach auf einer Windows-Maschine entpacken (z.B. mit 7Zip o.ä.).
3.2.2 Erzeugen der Trusted Application
Starten Sie nun GWEMATA.exe aus dem win-Verzwichnis der Installation.
Mittels des Buttons hinter ‘Path to Domain’ können Sie den Pfad zum Domain-Verzeichnis festlegen:
Bei GroupWise unter Linux liegen diese übrigens standardmäßig unter /var/opt/novell/grpwise.
Falls Sie das Anlegen wiederholen möchten oder bereits eine TA names GWEMACON existiert, können Sie mittels ‘Overwrite’ dem Überschreiben des alten Schlüssels zustimmen.
Danach erzeugen Sie mit ‘Generate Key’ die TA mitsamt dem Schlüssel.
Mit ‘Save to File’ speichern Sie den erzeugten Schlüssel in einer Datei.
3.2.3 Überprüfen der TA
Als nächstes sollte das Retention-Feature für die einzelnen Postoffices aktiviert werden.
Starten Sie dazu ConsoleOne mit den GroupWise Plugins (genau so, wie Sie auch den Rest des GroupWise-Systems verwalten.
Als Erstes sollten Sie überprüfen, ob die TA auch korrekt eingetragen wurde. Dazu öffnen Sie über Tools | GroupWise System Operations | Trusted Applications die Übersicht über die konfigurierten TA.
In der Liste der TA sollte GWEMACON stehen.
Wählen Sie GWEMACON aus und klicken Sie auf ‘Edit’. Sie sollten dann das untere Fenster angezeigt bekommen. Wichtig ist hier das Häkchen bei ‘Provides Message Retention Service’.
Wenn dies in Ordnung ist, können Sie die beiden Fenster mit ‘Cancel’ bzw. ‘Close’ wieder schließen.
3.2.4 Einrichten des Postoffice für Retention
Als nächstes sollten Sie für alle Postoffices das Retention-Feature aktivieren. Ohne diese Einstellung kann der Connector zwar die Nachrichten speichern, es ist jedoch möglich, dass der Benutzer Nachrichten löscht und tilgt, die GWEMACON noch nicht archiviert hat.
Diese Einstellungen müssen für jedes Postoffice durchgeführt werden, das komplett archiviert werden soll.
Wählen Sie dazu auf der linken Seite das Postoffice aus. Danach wählen Sie im Menu von ConsoleOne Tools | GroupWise Utilities | Client Options.
In dem Fenster der Client Options wählen Sie ‘Environment’.
In dem nun geöffneten Dialog wählen Sie ‘Retention’ aus. Die wichtige Einstellung ist die Checkbox ‘Enable Message Retention Service’. Diese muss für eine zuverlässige Archivierung der Nachrichten aktiviert sein.
Führen Sie diese Schritte ggf. auch für die anderen zu archivierenden Postoffices durch.
Achtung: Ist diese Checkbox aktiviert, können Benutzer dieses Postoffices keine Nachrichten tilgen, die jünger als der Zeitstempel des letzten GWEMACON Laufes ist. Speziell ist auch das Leeren des Papierkorbes nur für Nachrichten, die älter als der Zeitstempel sind, möglich.
Aktivieren Sie diese Einstellung also auch nicht für Postoffices, die nicht archiviert werden sollen.
3.2.5 Konfigurieren des Postoffice für SOAP und IMAP
Um dem Connector den Zugriff zu erlauben, muss der POA (Postoffice Agent) den Zugriff mittels SOAP und IMAP erlauben. Auch diese Einstellungen müssen für jedes Postoffice, dass archiviert werden soll, durchgeführt werden.
In ConsoleOne wählen Sie auf der linken Seite das Postoffice aus. In der Drop-Down Liste über der rechten Seite wählen Sie ‘Post Office Agents’ aus.
Durch einen Doppelklick öffnet sich das Eigenschaftsfenster. Im ersten Tab unter GroupWise wählen Sie ‘Agent Settings’.
Stellen Sie sicher, dass ‘Enable IMAP’ und ‘Enable SOAP’ aktiviert sind. Die Anzahl der Threads kann auf dem voreingestellten Wert bleiben. GWEMACON arbeitet seriell, d.h es wird jeweils nur ein Thread belegt.
Wählen Sie jetzt GroupWise | Network Address.
Überprüfen und notieren Sie sich die zugewiesene IP-Adresse und die Ports für SOAP und IMAP. GWEMACON kommt auch mit SSL verschlüsselten Verbindungen zurecht, braucht dazu aber die OpenSSL-Bibliotheken.
Falls auf einem Server mehrere Postoffice Agenten laufen, müssen hier (für jeden POA) unterschiedliche Ports bzw. IP-Adressen eingetragen sein.
3.3 Konfiguration des Connectors
Das für die Konfiguration des Connectors verwendete Windows-Programm settings befindet sich in dem Verzeichnis /opt/gwema/win, bezeihungsweise in dem Installationsarchiv. Es ist direkt ohne weitere Installation lauffähig.
Anmerkung für Experten: hier ist die Konfiguration der Standardinstallation beschrieben. Wenn Sie den Connector an eine andere Stelle verschoben haben, gelten die Verzeichnisnamen entsprechend.
Für jede Konfigurationsdatei im Verzeichnis /opt/gwema/conf erzeugt das Start/Stop Script einen eigenen Connector-Prozess. Für jedes zu archivierende Postoffice muss ein solcher Prozess gestartet und somit eine Konfigurationsdatei erstellt werden.
Ausgangspunkt ist die von GWEMATA (siehe 3.2.2) erzeugte Datei mit dem TA-Schlüssel.
Starten Sie nun das Windows-Programm settings. Das folgende Fenster wird angezeigt:
Klicken Sie auf ‘Read Keyfile’. Mit dem Standard-Öffnen Dialog öffnen Sie nun die eben erzeugte .key Datei. Alternativ können Sie ebenfalls eine andere config-Datei öffnen, es werden dann nur die Werte für den TA-Schlüssel ausgelesen.
Der Schlüssel wird nun in das Hauptfenster geladen.
Hier müssen jetzt die einzelnen Konfigurationswerte eingestellt werden.
- PO Name: Tragen Sie hier den Namen des Postoffice ein. Dieser Name wird lediglich für das Logging gebraucht.
- POA Address: Die IP-Adresse des Postoffice Agent (siehe 3.2.5)
- SOAP-Port POA: Die Portnummer des POA für SOAP. Bei Klicken auf ‘Default’ wird 7191 eingetragen.
- Use HTTP Streaming: Diese Checkbox aktiviert das HTTP-Streaming für GroupWise 8. Es wird für alle GroupWise 8 Installationen empfohlen. Wenn HTTP-Streaming aktiviert ist, brauchen die beiden IMAP-Felder nicht ausgefüllt sein.
- IMAP-Address POA: Ebenfalls die IP-Adresse des POA. Alternativ kann hier auch die Adresse des GWIA mit aktiviertem IMAP eingetragen werden. Der GWIA leitet dann die Anfragen an den POA weiter.
- IMAP-Port POA: Die Portadresse des POA für IMAP. Der Standardwert 143 wird beim Klicken auf ‘Default’ eingetragen.
- EMA Address: Dies ist die IP-Adresse der EMA.
- Trusted Application Name: Default GWEMACON, wird aus der .key Datei eingelesen.
- Trusted Application Key: Wird ebenfalls aus der .key Datei eingelesen.
- Main Domainname: dies ist der Name der primären Internetdomäne, die diesem Postoffice zugeordnet ist. (siehe auch 3.1.3 Lokale Adressen, allerdings ohne *@)
- Use Primary Address: Wird diese Checkbox aktiviert, verwendet der Connector anstelle des synthetischen Mail-Names mailbox@MainDomainname die in GroupWise festgelegten primäre Internet-Adresse (das ist die Internet-Adresse, die auch als Absender für ausgehende Mails verwendet wird). Diese Option ist besonders dann sinnvoll, wenn die Benutzer sich mit ihrem eDirectory-Passwort per LDAP authentisieren.
Das folgende Bild zeigt ein Beispiel:
Der nächste Tab ist ‘Control’.
- LogLevel: Der Wert (von 0 bis 3) bestimmt, wie ausführlich die Einträge in die Logdatei sind. LogLevel 0 schriebt nur Fehler (falls welche auftreten). Loglevel 1 schreibt für jede Nachricht eine Zeile, Loglevel 2 schreibt zusätzlich den Verlauf der Verarbeitung der Nachricht in das Log. Loglevel 3 fügt weitere Debug-Informationen hinzu. Der Name der Logdatei ist ‘/var/log/mail’
- Blacklist MB on Error: Manche Zugriffsprobleme auf Mails (speziell bei der Verwendung von IMAP) führen nicht dazu, daß die Mailbox auf die Blacklist gesetzt wird. Die entsprechende Mail wird dann allerdings nicht archiviert. Aktivieren dieser Checkbox führt dazu, daß die Mailbox bei jedem Zugriffsproblem auf die Blacklist gesetzt wird und der Administrator eine entsprechende Benachrichtigungsmail erhält.
- SOAP-Timeout: Der Timeout für die SOAP Zugriffe auf GroupWise. Dieser Wert sollte nur auf Aufforderung durch den Support geändert werden.
- max. Archive Period: Gibt an, vieviele Tage bei einem Durchlauf pro Mailbox maximal archiviert werden. Diese Einstellung ist nur während der ersten Phase des Connector-Betriebs wirksam, wenn die Mailboxen komplett in die EMA transferiert werden. Es bewirkt, daß pro Zyklus weniger Mails pro Mailbox archiviert werden, so daß bei Fehlern nicht so viele Mails doppelt an die EMA geschickt werden.
- Error eMail Address: An diese Kennung schickt der Connector Benachrichtigungen, wenn schwerwiegende Fehler auftreten.
- SMTP Host: Die Adresse des Mailservers, der für die Kennung oben zuständig ist. Üblicherweise ist die die (interne) Adresse des GWIA.
- HTTP Port: Dies ist der Port, auf dem der eingebaute Webserver Anfragen beantwortet. Standardwert ist 7007. Laufen mehrere Connectoren (Postoffice Verbindungen) auf der Maschine, müssen die Ports unterschiedliche sein.
- HTTP Username, HTTP Password: Benutzername/Passwort zum Anmelden bei dem webserver. Standard ist admin/admin.
Im Options-Tab können verschiedene Optionen konfiguriert werden.
- Archiving Options: Mit den Checkboxen kann jeweils eingestellt werden, ob Termine, Notizen, Aufgaben, telefonische Nachrichten und als Junkmail klassifizierte Nachrichten archiviert werden sollen. Beachten Sie bitte, das jeweils nur gesendete und empfangene Objekte archiviert werden. Selbst erstellte Termine, Aufgaben und Notizen (in GroupWise als ‘empfängerlos’ bezeichnet) werden nicht archiviert, da der Benutzer sie jederzeit ändern kann.
- misc Options: Hier können die Pausenzeiten des Connectors eingestellt werden. Um den Groupwise Server nicht unnötig stark zu belasten kann der Connector an zwei Stellen eine Pause einlegen: Time bedween 2 Syncs wird nach einem kompletten Durchlauf (Zyklus) durch alle Mailboxen eingelegt. Der Standardwert hier sind 30 Sekunden. Die Pause Load reducing delay wird nach jeder Mailbox eingelegt, die sich nicht im Transfermodus befindet und aus der keine (neuen) Mails archiviert wurden. Standardwert hier ist 15 Sekunden.
- Username based Multitasking: Bei Postoffices mit sehr vielen Benutzern kann es von Vorteil sein, mehrere Connector-Instanzen gleichzeitig archivieren zu lassen. Dies kann man mit dem User based Multitasking (UBM) erreichen. Hierbei werden die Bneutzer nach dem Alphabet in mehrere Gruppen aufgeteilt und diese Gruppen jeweils wie ein eigenes Postoffice von einer Instanz des Connectors betreut. Hierzu müssen entsprechend viele Konfigurationsdateien erstellt werden. In diese wird jeweils UBM aktiviert. Die Felder UBM Start und UBM End geben an, welcher Bereich der Mailboxen archiviert werden soll. Eine Mailbox wird archiviert, wenn der Name der Mailbox größer oder gleich UBM Start und kleiner UBM End ist. Ist ein Feld leer, bedeutet das ‘vom Anfang’ bzw. ‘bis zum Ende’.
Der Connector besitzt auch einen eigenen Scheduler, dieser wird im Tab ‘Times’ konfiguriert.
Die Checkbox acitvate Scheduler aktiviert die Zeitsteuerung (ansonsten läuft der Connector immer). Ist die Zeitsteuerung aktiviert, geben die grün markierten Bereiche die Stunden an, in denen jeweils neue Archivierungszyklen gestartet werden. Die Zeitsteuerung läuft mit der Auflösung eines ganzen Zyklus, d.h. auch beim Verlassen der ‘erlaubten’ Zeiten wird der gerade laufende Zyklus zu Ende geführt, es wird lediglich kein neuer mehr gestartet, bis wieder ein aktivierter Zeitraum erreicht ist. Mit der linken Maustaste wird die jeweilige Stunde aktiviert, mit rechts deaktiviert. Ein Klicken in die Spaltenüberschriften aktiviert/deaktiviert ganze Spalten, ein Klick in die Zeilenanfänge ganze Zeilen. Ein Klick links oben wirkt für das ganze Feld.
Der letzte Tab ‘All’ erlaubt den Zugriff auf alle definierten Konfigurationsparameter.
Über diesen Tab ist der Zugriff auf wirklich alle Parameter, die zum Zeitpunkt der Compilierung des settings-Programmes definiert waren. Ein Doppelklick auf einen Parameter öffnet ein Fenster, in dem der Parameter verändert werden kann. Bitte ändern Sie nur Parameter, die Sie kennen. Sie finden die Erläuterung zu den Parametern etwas später unter ‘Bearbeiten der Konfiguration von Hand’.
Wenn alle Einstellungen gemacht sind, speichern Sie die Datei mit einem Klick auf ‘Save’. Wählen Sie als Dateiname <Postofficename>.conf. Dieser Name sollte lediglich einen Punkt enthalten, nämlich vor dem conf.
Transferieren Sie die Datei jetzt nach /opt/gwema/conf.
3.4 Aktivieren und Starten von GWEMACON
Wenn alle Postoffice-Verbindungen konfiguriert sind, kann der Connector aktiviert und gestartet werden. Benötigt wird dazu (wie immer) ein als root angemeldetes Terminal-Fenster.
3.4.1 Aktivieren des Start/Stop Scriptes
Mit dem Befehl
server:~ # chkconfig bond-gwemad 35
wird der EMA-Connector aktiviert, so dass er beim nächsten Systemstart automatisch mit gestartet wird. Um den Connector gleich zu starten, verwenden Sie den nächsten Befehl.
3.4.2 Starten oder Stoppen von Hand
Mit dem Befehl
server:~ # rcbond-gwemad aktion
können folgende Aktionen ausgeführt werden:
- start: Alle konfigurierten Postoffice-Verbindungen werden gestartet, falls sie nicht schon laufen
- stop: Alle konfigurierten und laufenden Postoffice Verbindungen werden beendet. Das Beenden erfolgt jeweils nach Ende des aktuellen Zyklus.
- status: Für alle konfigurierten Verbindungen wird der Status angezeigt.
- restart: Alle Verbindungen werden beendet (stop) und danach neu gestartet (start).
- reload: Alle laufenden Verbindungen erhalten ein Signal, ihre Konfiguration neu einzulesen.
3.4.3 Starten und Stoppen einzelner Verbindungen
Soll für bestimmte Zwecke (Wartung oder Fehlersuche) ein einzelner Verbindungsprozess gesteuert werden, geschieht dies mit:
server:~ # /opt/gwema/bin/gwema aktion config
config ist der Name der Konfigurationsdatei / des Postoffice (ohne die Endung .conf).
Die möglichen Aktionen entsprechen denen unter 3.4.2, jeweils für die spezielle Verbindung. Tatsächlich ruft rcbond-gwemad lediglich dieses Script für alle konfigurierten Verbindungen auf.
Ebenso ist es möglich, mittels kill Signale an die Prozesse zu schicken. Die Prozesse reagieren auf das Signal TERM mit regulärem Beenden, auf das Signal HUP mit dem Neueinlesen der Konfigurationsdatei.
3.5 Bearbeiten der Konfiguration von Hand
Speziell bei entfernt stehenden Servern kann es von Vorteil sein, auf die grafische Oberfläche zu verzichten und die Konfigurationsdateien ‘von Hand’ zu bearbeiten. Der Aufbau dieser Dateien ist eigentlich ganz einfach: es handelt sich um reine Textdateien. Die Zeilen dieser Datei enthalten jeweils ein Schlüsselwort, ein Gleichheitszeichen und den entsprechenden Wert. Das settings-Programm speichert die Konfiguration immer komplett und alphabetisch sortiert.
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Name Eingabefeld Typ Erläuterung ARAPP Arch. Options: Appointments bool TRUE, wenn Termine archiviert werden sollen ARJOB Arch. Options: Jobs bool TRUE, wenn Aufgaben (=Jobs) archiviert werden sollen ARJUNK Arch. Options: Junkmail bool TRUE, wenn Mails aus dem Junkmail-Ordner archiviert werden sollen ARNOTE Arch. Options: Notes bool TRUE, wenn Notizen archiviert werden sollen ARPHONE Arch. Options: Phone Messages bool TRUE, wenn telef. Nachrichten archiviert werden sollen BCCTEXT string Name des zusätzlichen Headerfeldes für die Empfänger der Nachricht, default X-EMA-BCC BLACKLISTONERROR Blacklist MB on Error bool wenn TRUE, wird die Mailbox bei jedem Fehler beim Auslesen von Mails auf die Blacklist gesetzt und der Admin benachrichtigt DOMAINNAME Main Domainname string Der Domainname für die synthetischen EMail-Adressen (USEPA=FALSE) EMAADDR EMA Address IP-A Die IP-Adresse der EMA EMAPORT EMA Address Port Zahl Der STMP-Port der EMA (25) EXTDEDUP bool Wenn TRUE, werden alle aus der Mailbox ausgelesenen Mails an EMA geschickt, der Mechanismus der Deduplizierung ist abgeschaltet. FROMTEXT string Name des zusätzlichen Headerfeldes für den Absender der Nachricht, default X-EMA-FROM HTTPNAME HTTP Username string Benutzername für den Zugriff auf den Webserver (default: admin) HTTPPORT HTTP Port Zahl Port des internen Webservers (default: 7007) HTTPPWD HTTP Password string Passwort für den Zugang zum Webserver (default: admin) IDTEXT string Name des zusätzlichen Headerfeldes für die GroupWise ID Nachricht, default X-EMA-MGSID LOGLEVEL LogLevel Zahl Detaillevel der Ausgaben in die Logdatei /var/log/mail LRDELAY Load Reducing Delay Zahl Sekunden, die nach einer Mailbox, die nichts zu archivieren hatte, pausiert wird (default 15) MAXARPERIOD max. Archive Period Zahl Maximale Archivzeit: größter Zeitraum der während eines Zyklus archiviert wird. Wenn 0 (default) dann verhält sich der Connector wie die Vorversionen (jeweils Halbierung des Gesamtzeitraumes) POAADDR POA Address IP-A Die IPAddress des POA POAIMAP IMAP-Port POA Zahl Der IMAP Port des POA POAIMAPADDR IMAP Address POA IP-A Die IP-Adresse des POA für IMAP, üblicherweise gleich POAADDR POASOAP SOAP Port POA Zahl Der SOAP Port des POA (7191) PONAME PO Name string Der Name des Postoffice bzw. der Konfiguration SCHEDACTIVE activate Scheduler bool TRUE, wenn der Scheduler aktiv ist SCHEDDOW0 string Zeitplan für Montag, (1=aktiv, 0=inaktiv) SCHEDDOW1 string Zeitplan für Dienstag, (1=aktiv, 0=inaktiv) SCHEDDOW2 string Zeitplan für Mittwoch, (1=aktiv, 0=inaktiv) SCHEDDOW3 string Zeitplan für Donnerstag, (1=aktiv, 0=inaktiv) SCHEDDOW4 string Zeitplan für Freitag, (1=aktiv, 0=inaktiv) SCHEDDOW5 string Zeitplan für Samstag, (1=aktiv, 0=inaktiv) SCHEDDOW6 string Zeitplan für Sonntag, (1=aktiv, 0=inaktiv) SLEEPTIME Time bedween 2 Syncs Zahl Pausenzeit zwischen zwei vollen Zyklen SMTPHOST SMTP Host (GWIA) IP-A Adresse des SMTP Hosts (z.B. GWIA) für die Zustellung von Fehlermails SOAPTIMEOUT SOAP-Timeout Zahl SOAP Timeout in Sekunden (400) STORE2FS bool TRUE, wenn die Nachricht ins Dateisystem gespeichert werden soll STOREDIR string Root-Directory zum Speichern STOREMBNAME bool TRUE, wenn für jede Mailbox ein Subdirectory erstell werden soll STORENAME string Der Dateiname unter dem die Nachricht gespeichert wird. t bedeutet timestamp, i ist die Groupwise Msg-ID, s ist der Betreff, u ist der Benuzter/Mailboxname SYSADMIN Error eMail Adresse string Email Adresse für die Fehlermeldungen TAKEY Trusted Application Key string Trusted Application Key TANAME Trusted Application Name string Trusted Application Name U2FILE bool Wenn TRUE, werden zusätzliche Statistiken in eine Datei geschrieben: config.info UNAMEFROM UBM Start string Startpunkt für diese Instanz (leer=Anfang) UNAMEMT Activate Username based Multitasking bool TRUE, wenn UBM aktiv UNAMETO UBM End string Endpunkt für diese Instanz (leer=Ende) USEHTTP Use HTTP Streaming bool Aktiviert HTTP-Streaming für GroupWise >= 8 USEPA Use Primary Address bool Verwende die primäre EMail Adresse des Benutzers anstelle der synthetischen Form username@domainname Erläuterung der Typspalte: bool – Wahrheitswert TRUE/FALSE, string: Zeichenkette, IP-A: IP-Adresse
Die von GWEMATA erzeugten .key Dateien enthalten lediglich die beiden Zeilen TANAME und TAKEY.
4 Lizenzierung
GWEMACON läuft ohne Einschränkungen mit jeder EMA in ‘Try and Buy’ Modus. Dieser erlaubt das Testen des Gerätes für 30 Tage vor Ort.
Sobald die EMA lizensiert wird, ist auch eine passende Lizenzdatei für den Connector nötig.
Sie erhalten die Lizenzdatei per E-Mail.
Die Datei hat als Namen die Seriennummer Ihrer EMA mit der Erweiterung .lic. Der Inhalt der Datei ist der Lizencode als 16 bis 20 stelliger Hexadezimalwert. Die Datei ist entsprechend nur wenige Bytes groß.
4.1 Installieren der Lizenz
Kopieren Sie die Lizenzdatei in das Verzeichnis /opt/gwema/bin (in der Standardinstallation) und starten Sie den Connector mit
server:~ # rcbond-gwemad restart
neu.
5 Sonstige Lizenz- und Copyright Informationen
GWEMACON und die zugehörigen Programme für Windows und Linux wurden mit Free Pascal/Lazarus entwickelt. Der Compiler und die Entwicklungsumgebung sind OpenSource Software unter GNU Public License (GPL). Beides kann über www.freepascal.org bezogen werden. Die Laufzeitumgebung, die mit GWEMACON und den Programmen verbunden ist, steht unter LGPL. Der Quellcode der Laufzeitumgebung kann ebenfalls über www.freepascal.org heruntergeladen werden.
GWEMACON verwendet als Kommunikationsbibliothek Ararat Synapse. Die Website von Synapse ist www.ararat.cz/synapse, von dort sind auch die Quellen dieser Bibliothek zu beziehen. Die Lizenzbedingungen dieses Produkts verpflichten uns, folgenden Text in die Dokumentation mit aufzunehmen:
Redistribution and use in source and binary forms, with or without modification, are permitted provided that the following conditions are met:
Redistributions of source code must retain the above copyright notice, this list of conditions and the following disclaimer.
Redistributions in binary form must reproduce the above copyright notice, this list of conditions and the following disclaimer in the documentation and/or other materials provided with the distribution.
Neither the name of Lukas Gebauer nor the names of its contributors may be used to endorse or promote products derived from this software without specific prior written permission.THIS SOFTWARE IS PROVIDED BY THE COPYRIGHT HOLDERS AND CONTRIBUTORS “AS IS” AND ANY EXPRESS OR IMPLIED WARRANTIES, INCLUDING, BUT NOT LIMITED TO, THE IMPLIED WARRANTIES OF MERCHANTABILITY AND FITNESS FOR A PARTICULAR PURPOSE ARE DISCLAIMED. IN NO EVENT SHALL THE REGENTS OR CONTRIBUTORS BE LIABLE FOR ANY DIRECT, INDIRECT, INCIDENTAL, SPECIAL, EXEMPLARY, OR CONSEQUENTIAL DAMAGES (INCLUDING, BUT NOT LIMITED TO, PROCUREMENT OF SUBSTITUTE GOODS OR SERVICES; LOSS OF USE, DATA, OR PROFITS; OR BUSINESS INTERRUPTION) HOWEVER CAUSED AND ON ANY THEORY OF LIABILITY, WHETHER IN CONTRACT, STRICT LIABILITY, OR TORT (INCLUDING NEGLIGENCE OR OTHERWISE) ARISING IN ANY WAY OUT OF THE USE OF THIS SOFTWARE, EVEN IF ADVISED OF THE POSSIBILITY OF SUCH DAMAGE.
Weitere Informationen über OpenSource Lizenzen im Allgemeinen und LGPL und GPL im Besonderen finden Sie unter www.fsf.org.


















