Techinfo 5
Änderungen zur Version 1.x
Die wesentliche Änderung zur Version 1.x ist die Einführung des Master-Prozesses auch für die Linux Plattform. Auf der Windows Plattform war der Master Prozess nötig, da nur so der Connector als Windows Dienst ausgeführt werden kann.
Diese Architektur-Änderung ist auch der Grund für den Versionssprung. In dem Ablauf des Connectors und der Verarbeitung der Mails hat sich nichts geändert.
Mit dem Versionswechsel erfolgte auch ein umbenennen der Program-Binaries. Da der Connector nicht mehr nur mit EMA verwandt wird, sondern auch von anderen Archiv-Lösungen eingesetzt wird, wurde der Bestandteil ‘EMA‘ aus dem Namen entfernt.
Das Binary für den Master-Prozess trägt den Namen gac bzw. gac.exe, der eigentliche Connector heißt nicht mehr gwemacon, sondern gacengine (bzw. gacengine.exe).
Im Gegensatz zu dem bisherigen Start/Stop Script für Linux, das für jede .conf-Datei eine Connector-Instanz gestartet hat, erlaubt der neue Master-Prozess durch den integrierten Webserver eine komfortablere Steuerung der einzelnen Connector-Instanzen (Engines).
Installation (Linux)
Neuinstallation
Die Neuinstallation geschieht analog zu der der Version 1.x: Auspacken des tar-Archives im Ordner /opt, Aufrufen des Install-Scriptes install.sh.
Upgrade
Für das Upgrade wird folgende Vorgehensweise vorgeschlagen:
- Stoppen der laufenden Instanz des EMAConnector: rcbond-gwemad stop
- Umbenennen des /opt/gwema Verzeichnis: mv /opt/gwema /opt/gwema.alt
- Auspacken des neuen Connectors:
cd /opt
tar xvzf gwema.2.0.0.601.tgz - Ausführen des Install-Scriptes:
cd /opt/gwema
./install.sh
Bei der Ausführung des Scriptes tritt eine Fehlermeldung auf, diese hat für das Upgrade keine Bedeutung und kann ignoriert werden. - Zurückkopieren der .conf-Dateien: cp /opt/gwema.alt/conf/*.conf /opt/gwema/conf
- Anpassen der .conf-Dateien (siehe Konfiguration)
Start/Stop
Um den Master-Prozess automatisch mit dem Linux-Server zu starten geben Sie bitte
chkconfig bond-gwemad on
ein.
Konfiguration
Master-Prozess
Der Master-Prozess besitzt jetzt auch einen Webserver, so dass dessen Port freigehalten werden muss. Der Standard-Port für den Webserver des Masters ist 7007, dadurch kann er evtl. mit dem Port einer Engine kollidieren.
Die Konfigurationsdatei des Master-Prozesses befindet sich im bin-Verzeichnis (/opt/gwema/bin). Es handelt sich um eine einfache Textdatei mit 5 Zeilen – hier die in der Distribution enthaltene Version:
AUTOSTARTENGINE=FALSE
HTTPPORT=7007
HTTPNAME=admin
HTTPPWD=admin
AUTORESTARTENGINE=TRUE
Der Parameter HTTPPORT gibt den Port an, auf dem der Webserver läuft. HTTPNAME und HTTPPWD sind der Anmeldename und das Anmeldepasswort für die WEB-GUI.
Der Parameter AUTOSTARTENGINE steuert das Startverhalten: Bei TRUE werden die erkannten Engine-Konfigurationen (.conf-Dateien) automatisch beim Start des Master-Prozesses gestartet. Steht der Parameter auf FALSE, müssen die Engines ‘von Hand‘ gestartet werden. Für den Produktions-Einsatz empfiehlt sich die Einstellung TRUE, zum Testen FALSE.
AUTORESTARTENGINE bewirkt das automatische Neustarten der Engine, falls diese sich beendet. Der Parameter sollte auf TRUE eingestellt bleiben.
Engines
Die Engines werden wie bei der Version 1.x entweder über das Windows-Programm settings.exe oder mittels Texteditor konfiguriert.
Zu beachten ist lediglich, dass der für den Master-Prozess vorgesehene Port freigehalten wird.
Ansonsten entsprechen die Einstwellungen denen der 1.x Version.
Durch das zur Zeit auftretende Memory-Leak ‘fressen‘ die Engines Speicher. Um dieses Problem zu entschärfen, wurde eine Überprüfung des Speicherverbrauchs eingebaut. Belegt eine Engine mehr als das 4-fache von MESSSWITCHSIZE Speicher, beendet sie sich automatisch nach dem aktuellen Durchlauf. Sie wird dann vom Master-Prozess neu gestartet.
Bedienung und Verhalten
In der Version 2 startet das Start/Stop Script rcbond-gwemad den Master (gac)-Prozess. Dieser kontrolliert dann die Ausführung der einzelnen Engines. In der Standard-Einstellung erreichen Sie die Web-GUI über den Port 7007 des Connector-Servers. Sie sehen dann das folgende Fenster:
Es werden hier die konfigurieren Engines (=.conf-Dateien) aufgeführt. Der Janitor-Prozess scannt alle 10 Sekunden das conf-Verzeichnis und passt die Liste entsprechend den gefundenen Konfigurationen und laufenden Prozesse an.
In der Mitte der Zeile befindet sich der aktuelle Status der jeweiligen Engine: stopped, starting, running, stopping.
In den Zuständen stopped und running befindet sich in der rechten Spalte ein Link zum Starten bzw. Stoppen der Engine.
Die Konfigurationsseite enthält die aktuelle Konfiguration des Master-Prozess:
Hier können die Parameter (außer HTTPPORT) des laufenden Master-Prozesses eingesehen und geändert werden. Die geänderten Parameter sind, wie bei den Parametern der Engines, nur temporär, werden also nicht in die Konfigurationsdatei zurückgeschrieben.
Beenden
Das Beenden des Master-Prozess geschieht mittels rcbond-gwemad stop, bzw. durch die Init-Scripte von Linux beim Herunterfahren des Servers.
Der Master-Prozess beendet automatisch ebenfalls alle laufenden Engine-Prozesse.
Sollten Sie den Master-Prozess mittels rcbond-gwemad von Hand beenden, warten Sie bitte einige Minuten bis zum erneuten Starten. Während der Tests hat es sich gezeigt, dass Linux manchmal etwas Zeit benötigt, um alle belegten Ressourcen, besonders die TCP-Ports und die laufenden Threads, wieder freizugeben.

